Übergangsmanagement Sucht, Schulden, Arbeit

Beim Übergangsmanagement handelt es sich um die Schaffung von Netzwerken zur Wiedereingliederung von Gefangenen und Untergebrachten. Besondere Berücksichtigung soll hierbei die Vorbereitung eines geeigneten sozialen Empfangsraumes und die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt finden.

Für die Bereiche der Suchtberatung, der Schuldnerberatung und der Integration in den Arbeitsmarkt Gemeinschaftsinitiative B5  sind übergeordnete landesweite Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Justizministerium Nordrhein-Westfalen und freien Trägern und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit geschlossen worden. Aus diesem Grunde können Insassen weiterführende Angebote zur Entlassungsvorbereitung gemacht werden:

Im Rahmen des Übergangsmanagements Sucht wird für suchtkranke Gefangene, die über keine Unterstützung und keine stabilisierenden Kontakte am Entlassungsort verfügen, die Möglichkeit angeboten, in die konkreten Entlassungsvorbereitungen eine Drogenberaterin oder einen Drogenberater ihres Entlassungsortes einzubeziehen.

Im Bereich der Schuldnerberatung werden Inhaftierte, für welche ein Verbraucherinsolvenzverfahren in Betracht kommt, auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung an die Schuldnerberatungsstelle des Sozialdienstes Katholischer Frauen Werl oder an die Schuldnerberatungsstelle der Entlassungsregion vermittelt.

Im Zuge des Übergangsmanagements werden Gruppeninformationsveranstaltungen zu den Themen „Wohnen nach der Haft“, „Sicherung des Lebensunterhaltes“, „Vermittlung von Arbeit nach der Haft“ angeboten, das Aufgabengebiet und die Unterstützungsmöglichkeiten des ambulanten Sozialen Dienstes der Justiz Nordrhein-Westfalen vorgestellt sowie Hilfestellungen bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven und der Realisierung verschiedener Sozialleistungen geleistet.